Weil jedes Leben zÀhlt.
Jeden Tag kĂ€mpfen wir fĂŒr Hunde, die niemand mehr wollte. Im Shelter in Oropos schenken wir ihnen Sicherheit, medizinische Versorgung und die Chance auf ein neues Leben.
Unsere Arbeit auf einen Blick
đŸ Rettung
Wir nehmen ausgesetzte, verletzte und misshandelte Hunde auf.
đ©ș Medizinische Versorgung
TierÀrztliche Versorgung, Medikamente und Notfallbehandlungen.
đĄ Vermittlung
Wir suchen liebevolle Familien.
âïž Kastrationen
Damit langfristig weniger Hunde leiden mĂŒssen.
Ein persönliches Wort von Heidi
Liebe Tierfreunde,
Heidi ist Herz und Stimme unseres Vereins und engagiert sich seit vielen Jahren mit groĂem Herzblut fĂŒr Hunde in Not.
Warum ihr dieses Projekt so wichtig ist und weshalb sie sich mit so viel Leidenschaft fĂŒr die Tiere in Griechenland einsetzt, erzĂ€hlt sie in ihrem persönlichen Brief.
Heidis persönlicher Brief an Tierfreunde
Liebe Tierfreunde,
ich wende mich mit diesen Zeilen an Sie alle, um ein besseres VerstĂ€ndnis zu erreichen â VerstĂ€ndnis fĂŒr ein Herzensprojekt, dessen Dringlichkeit und ernste Bedeutung mir erst im Laufe der Jahre immer bewusster geworden ist. Wir, als engagierte TierschĂŒtzer, haben einen âgrenzenlosenâ Tierschutzverein gegrĂŒndet, der sich um Streuner sowie um gequĂ€lte, misshandelte und ausgesetzte Tiere kĂŒmmert.
Sofort wird der eine oder andere von Ihnen denken, dass es doch lĂ€ngst unzĂ€hlige Tierschutzvereine gibt und darĂŒber hinaus die Tierheime in Deutschland ĂŒberfĂŒllt sind. Das allerdings sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Schlimm genug, dass auch hierzulande Tiere einfach entsorgt und abgegeben werden â immerhin gibt es in unseren Tierheimen zahlreiche Pfleger, TierĂ€rzte und freiwillige Helfer vor Ort, die sich trotz allen Elends liebevoll um die Tiere kĂŒmmern.
In Deutschland haben Tiere zum GlĂŒck eine Lobby. Presse und teils auch das Fernsehen weisen auf die Tierheime hin und sorgen dafĂŒr, dass die vierbeinigen Bewohner nicht ganz vergessen werden. Hungern muss dort zum GlĂŒck keines der Tiere.
Ganz anders geht es den unzÀhligen Streunern, die nahezu unsichtbar und von der Welt vergessen ein meist unglaublich erbÀrmliches Dasein fristen.
Ich selbst hĂ€tte lange nicht fĂŒr möglich gehalten, zu welchem Verhalten wir Menschen gegenĂŒber unschuldigen Tieren in der Lage sind.
Mit diesen Zeilen möchte ich kein Mitleid erheischen, sondern lediglich auf die unwĂŒrdigen LebensumstĂ€nde aufmerksam machen. Durch persönliche Erlebnisse und ZufĂ€lle habe ich den Shelter in Oropos-AvlĂs nahe Athen kennengelernt. Zwei wunderbare Frauen leiten diese Auffangstation und geben ihr Leben fĂŒr die misshandelten Tiere. Tief beeindruckt von ihrem Engagement und ihrer Warmherzigkeit ist schnell eine tiefe Freundschaft und groĂes Vertrauen entstanden.
NatĂŒrlich ist das höchste Ziel, im besten Fall geeignete Tiere in neue Familien zu vermitteln, die das wunderbare und treue Wesen âHundâ zu schĂ€tzen wissen. Durch die GrĂŒndung unseres Vereins
Pfotenfreunde Malakasa-Oropos e.V.
ist es möglich, ohne jeden bĂŒrokratischen Zwischenschritt unmittelbar zu helfen.
Im Moment mĂŒssen 35 verletzte Seelen gefĂŒttert sowie mit Zeckenmitteln, Medikamenten und Pflege versorgt werden. Es mĂŒssen u. a. stĂ€ndig Gehege instand gehalten, DĂ€cher repariert und Sonnenschutz erneuert werden. Die erfahrenen Frauen vor Ort bekommen keinen Cent fĂŒr ihre Arbeit.
So ein Aufwand nur fĂŒr ein paar herrenlose Hunde? Nicht einmal aus einer reinrassigen Zucht?
Genau das sind die unersetzlichen Tiere, die gut genug sind, um fĂŒr uns Menschen ihr Leben einzusetzen. Ohne mit der Wimper zu zucken, schicken wir sie in Erdbebengebiete, um nach Ăberlebenden zu suchen, lassen sie Minen aufspĂŒren oder Sprengstoff erschnĂŒffeln, damit wir Menschen z. B. in FuĂballstadien ungestört unserem VergnĂŒgen nachgehen können. Sie mĂŒssen aushalten, in den gefĂ€hrlichsten Krawallen an der Seite der Polizei zu stehen, und tragen dazu bei, Drogen zu finden â unter Einsatz ihres eigenen Lebens im Dienste des Menschen.
Aber sind sie dann alt, gesundheitlich eingeschrĂ€nkt oder einfach nur lĂ€stig, haben wir Menschen keine Skrupel, diese Tiere auszusetzen â oder im schlimmsten Fall zu quĂ€len.
Welpen, die aus fahrenden Autos geworfen werden, ein Hund, der aus SpaĂ mit SĂ€ure ĂŒbergossen wird, oder ein Wachhund, der, weil er nicht aggressiv genug ist, mit Stangen geschlagen wird, bis er sich endlich halb tot davonschleppt â
keine SchauermÀrchen, bittere RealitÀt!
Es ist so unglaublich beschÀmend, wozu Menschen fÀhig sind. Und genau da wollen wir wenigstens ein bisschen helfen. Auch wenn es nur ein Tropfen im Meer der Erbarmungslosigkeit ist.
Zum GlĂŒck durfte ich schon viele Male erleben, wie ein geschundenes, schwer verletztes Tier aufblĂŒht, wenn es Pflege, medizinische Hilfe und Zuneigung erfĂ€hrt.
DIESES GLĂCKSGEFĂHL IST JEDEN EINSATZ WERT!
Doch der Verein will nicht nur heilen, trösten und im Idealfall eine Adoption ermöglichen. Wir wollen ebenso dafĂŒr sorgen, dass so viele Tiere wie möglich kastriert werden, damit das Elend der Tiere nicht noch gröĂer wird.
Wir sind keine Idealisten â wir sind Realisten. In Wahrheit ist die Situation noch viel schlimmer und gnadenloser, noch viel dringlicher!
Tierschutz und Tierliebe sollten keine Grenzen kennen. Wir legen doch alle so viel Wert auf Vielfalt, wir wollen doch so liberal sein â warum nicht auch bei Tieren?
Nun noch ein Wort zum Schluss:
Nach vielen Jahren mit Hunden von ZĂŒchtern (die Kinder waren klein, man wollte schlieĂlich wissen, was man bekommt…) haben wir zwei groĂe, schwarze HundemĂ€dchen aus genau diesem Shelter adoptiert. Beide HĂŒndinnen hĂ€tten nicht ĂŒberlebt, wĂ€ren sie nicht aufgenommen worden. Eine als Winzling, ungeliebt und ungewollt, die andere als ZweijĂ€hrige, ausgesetzt und im Stich gelassen. Wir haben sie einfach genommen â ohne zu wissen, wie lang der Stammbaum ist…
Wir bekamen zwei schwarze GoldstĂŒcke. Eine wertvoller als die andere. Keine von beiden wĂŒrden wir je wieder hergeben. Um keinen Preis!
Unsere beiden hatten GlĂŒck â so wie auch wir mit ihnen. Doch so viele andere verborgene SchĂ€tze warten genauso auf ein liebevolles Zuhause!
Es sollte keinen Unterschied geben zwischen Rassehunden und sogenannten Streunern.
Richtig behandelt, bekommt man von ihnen eine LoyalitĂ€t, Treue und Liebe zurĂŒck, die lĂ€ngst nicht mehr zu den hĂ€ufigsten menschlichen Tugenden gehören…
Es gĂ€be noch so viel zu diesem Thema zu sagen. Gerne können Sie mich jederzeit ansprechen, wenn Sie mehr ĂŒber unsere Arbeit und den Shelter in Griechenland wissen möchten.
Wie schon anfangs gesagt: ES IST EINE HERZENSANGELEGENHEIT!
Da wir unsere Arbeit und Hilfe ausschlieĂlich aus Spenden finanzieren, zĂ€hlt wirklich jeder Cent. Jede noch so kleine Zuwendung ist wichtig. Ideal wĂ€ren auch Futterpatenschaften, denn es ist wahrlich nicht leicht, all die â meist ausgehungerten â MĂ€gen zu fĂŒllen.
Von ganzem Herzen Dank fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung!
Heidi Hartmann