Geimpft, gechippt und entwurmt
Mit EU-Heimtierausweis
Nach positiver Vorkontrolle und mit Schutzvertrag gegen eine Schutzgebühr
Irma ist keine Hündin, die sich sofort in die erste Reihe stellt. Sie ist etwas schüchtern und zurückhaltend – und genau das gehört zu ihr.
Bevor sie sich auf eine Situation einlässt, scheint sie lieber erst einmal zu schauen, was um sie herum passiert. Auf den Bildern sieht man diese aufmerksame Seite sehr schön: Irma beobachtet, nimmt ihre Umgebung wahr und wirkt dabei eher vorsichtig als forsch.
Viel mehr möchten wir ihr an dieser Stelle auch gar nicht zuschreiben. Denn wir wollen Irma nicht zu der Hündin machen, die sich auf dem Papier besonders gut vermitteln lässt. Wir möchten Menschen finden, die gerade sie kennenlernen wollen.
Irma wurde gemeinsam mit ihrer Tochter aufgenommen. Inzwischen ist sie kastriert und ihre Behandlung gegen Ehrlichiose wurde abgeschlossen. Ihre Vergangenheit soll dabei nicht im Mittelpunkt stehen. Viel wichtiger ist, wer Irma heute ist und wer ihr die Möglichkeit gibt, sich außerhalb des Tierheimalltags weiterzuentwickeln.
Mit etwa 50–55 cm Schulterhöhe und rund 17 kg ist Irma eine eher schlanke, mittelgroße Hündin. Ihre kupierten Ohren gehören zu ihrem Erscheinungsbild und erzählen von einer Zeit, auf die sie selbst keinen Einfluss hatte.
Vielleicht gerade deshalb, weil sie sich nicht sofort aufdrängt.
Irma könnte besonders Menschen ansprechen, die einen Hund nicht danach auswählen, wer am schnellsten Kontakt aufnimmt oder am ausgelassensten auf sich aufmerksam macht.
Bei einer zurückhaltenden Hündin beginnt das Kennenlernen möglicherweise etwas leiser. Man schaut genauer hin, lässt Begegnungen entstehen und entdeckt nach und nach, wer da eigentlich vor einem steht.
Wer genau darin etwas Schönes sieht, sollte Irma nicht übersehen.
Für Irma wünschen wir uns Menschen, die mit ihrer anfänglichen Zurückhaltung umgehen können und daraus kein Problem machen.
Menschen, die nicht erwarten, dass vom ersten Moment an alles selbstverständlich funktioniert, sondern Irma erst einmal kennenlernen möchten.
Wie sie sich später in einem eigenen Zuhause entwickelt, können wir heute nicht vorhersagen. Genau deshalb wäre ein Gegenüber schön, das neugierig auf Irma selbst ist – und nicht auf eine fertige Vorstellung davon, wie der neue Hund sein soll.
Irma muss nicht die Erste am Zaun sein, um die Richtige zu sein.
Vielleicht braucht es bei ihr einfach diesen zweiten Blick.
Und manchmal ist genau der Hund, bei dem man ein wenig länger hinschaut, derjenige, über den man anschließend immer wieder nachdenken muss.
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